KI-gestützte Cyberangriffe bedrohen zunehmend auch die Energieversorgung. Maik Neubauer spricht im Handelsblatt darüber, warum Stadtwerke der Bedrohung nicht mehr allein begegnen können.
Die IT-Sicherheitslage in der Energiewirtschaft verändert sich spürbar. Zwar sind die OT-Systeme, die Stromnetz und Infrastruktur steuern, autark und durch eine Firewall vom Internet abgeschottet. Cyberangriffe gelangen jedoch meist über einen anderen Weg ins Netz: die Standard-IT, etwa über die Bürokommunikation. Von dort aus versuchen Angreifer, sich Zugang zur eigentlichen Betriebstechnik zu verschaffen.
Besonders beunruhigend: KI-Agenten lernen schnell und können sich miteinander vernetzen. „Wenn jemand ein solches KI-System zum Beispiel mit Insider-Informationen über Netz-Topologien steuern würde, entsteht eine neue Dimension in der Gefährdung von kritischer Infrastruktur“, warnt Neubauer.
Warum Kooperation der einzig gangbare Weg ist
Mehr als 1.000 Energieversorger gibt es in Deutschland, viele davon kleine Stadtwerke. Cybersicherheit steht zwar bei jedem Vorstand auf der Agenda – doch die Branche kämpft laut Neubauer gleichzeitig mit Regulierung, Digitalisierung der Netze und nun zusätzlich mit einer neuen, KI-getriebenen Bedrohungslage. Viele Stadtwerke haben schlicht nicht die Kapazitäten, um allein die nötige Organisation und die Kompetenzen dafür aufzubauen. Deshalb schließen sich immer mehr von ihnen zusammen, um gemeinsame Prozesse und Technologie zu entwickeln, mit denen sie sich gegen die neue Gefahr wappnen können.
„Niemand sollte glauben, dass er bei Cybersecurity den Wettlauf gegen die KI gewinnen kann. Aber nichts zu tun ist keine Option“, bringt es Neubauer auf den Punkt.
Wie groß der Aufholbedarf ist und was deutsche Netzbetreiber von Cyber-Teams an der EU-Ostgrenze lernen können, lesen Sie im vollständigen Interview im Handelsblatt vom 16. September 2026 (Artikel kostenpflichtig).
Quelle: Handelsblatt, 16. September 2026


