Bei der Finanzierung der Energiewende geraten Hausbanken längst an ihre Grenzen. Alternative Kapitalquellen sind zwar vorhanden, aber um sie für sich zu erschließen, müssen Stadtwerke und Netzbetreiber ihre Datenbasis erheblich verbessern.
Dramatischer Investitionsstau bei Netzausbau und Wärmewende, erdrückende Regulierungsvorgaben und die wachsende Bedrohung durch Stromausfälle aufgrund veralteter Technologie: Der Handlungsdruck bei den regionalen Energieversorgern spitzt sich weiter zu. Zugleich jedoch sind ihre Kassen leer. So beziffert eine Untersuchung im Auftrag der KfW die Finanzierungslücke für Stadtwerke und Regionalversorger bis 2045 mit rund 346 Milliarden Euro.
Rein rechnerisch entspricht der nicht gedeckte Transformationsaufwand einem mittleren bis hohen dreistelligen Millionenbetrag pro Unternehmen. Dass hier die klassische Eigen- und Innenfinanzierung nicht ausreicht und die Hausbanken längst an ihre Grenzen kommen, bedeutet: Selbst wirtschaftlich sinnvolle Infrastrukturvorhaben geraten ins Stocken.
Quelle: Zeitung für kommunale Wirtschaft, Juni 2026


